„Panikgurus – no future?“

Allgemein 23. Juni 2018

Marcel Duchamp ist sicher kein Panikguru. In den ‚Afternoon Interviews‘ beneidet er seine Nachwelt jedoch nicht um den „Ameisenhaufen“, wie er die Gesellschaft nennt, die er nicht mehr erlebt.

Meint er eine Konsumgesellschaft, die teilweise so sophisticated und selbstbezogen wird, dass sich die postulierten Ideen wie Blasen und Platzhalter anfühlen? Der Einzelne bleibt darin ein Fragezeichen. Und das hätte Marcel Duchamp sicher nicht gefallen.

Bemerkbar ist an vielen Institutionen die Angst vor der eigenen Autorität, und beim Einzelnen der Wunsch nach totaler Entgrenzung. Und paradoxerweise gibt es auch den wachsenden Wunsch nach neuen alten Grenzen, Sicherheit, Kontrollen und – Autorität.

Gibt es heute keine Utopien? – seltsam, dass das immer wieder Thema ist. Es gibt so viele mögliche Ziele und Chancen. Was steckt dahinter? Vielleicht die Unfähigkeit, deren Notwendigkeit und Orte zu erkennen und zu benennen, weil die Masse an verfügbarer Information zu filtern und zu bewerten den Einzelnen oft übersteigt.

Exit? Stehenbleiben? Angst? Zurück?

Und was sagte Alberto Giacometti?

„Der Versuch ist alles!“

Oder aber Udo Lindenberg.

„Hey amigo, guck nach vorn!“

 

„Luxuskinder“ – The Miseducation of me

Allgemein 25. Mai 2018

Simone de Beauvoir wrote a book called: „Mémoirs d’une jeune filled rangée“.

What does it mean?

Learning processes for privileged often come from life itself. More than from anywhere else. Growing up in a warm and loving, middle-class family Lauryn Hill considers herself privileged and reflects on her learning process  in an outstanding interview. Personal stories are political – that’s why they catch my interest. People meet people. Some of them have black holes. Envy. A challenge. Learning from life.

 


 

Simone de Beauvoir hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „Memoiren einer Tochter aus gutem Haus“.

Was heißt das?

Lernprozesse für „Luxuskinder“ schreibt das Leben. Aufgewachsen in einer warmen mittelständischen Familie, sieht Lauryn Hill erst sehr spät, dass das nicht selbstverständlich ist und wie privilegiert, aber auch naiv sie dadurch ist. So beschreibt Lauryn Hill es in einem hervorragenden Interview.  Persönliche Geschichten sind immer politisch und deshalb interessieren sie mich. Menschen begegnen Menschen, manche davon haben schwarze Löcher. Neid. Eine Herausforderung. Vom Leben lernen.

 

 

 

 

A Journey – Solange Knowles – Woman of all years

Allgemein 24. Mai 2018

Women having an ego are considered selfish or egocentric. But the contrary is true. They are just natural human beings and not always uprising stars.

„It has been ugly, it has been loud, it has been destructive and often painful – but it has been

free, it has been beautiful and it has been mine!“ (Solange)

 


 

Wenn Frauen ein Ego haben, dann klingt das so, als seien sie böse oder egozentrisch. Aber das Gegenteil ist der Fall. Sie sind natürlich und nicht immer auf dem Weg nach oben!

„Es war hässlich, es war laut es war destruktiv, und oft schmerzhaft –

aber es war frei, es war schön und es war meins!“ (Solange)

 

 

 

Frank Auerbach

Allgemein 30. April 2018

One of my favorite painters.

Kunstmuseum Bonn showed his work in 2015. Simultaneous- there was an exhibition on view showing pictures labled as „New York Painting“. I was stunned by the flatness of the New Yorker paintings in comparison to Frank Auerbachs physical work.

Everything is tiny, nice, appealing, somehow fun, relatively clean and not sour.

I do not share this – and I believe, that Turner or Matisse are somehow deeper in their „carefreeness“

 


 

Einer meiner Lieblingsmaler.

Das Kunstmuseum Bonn hatte ihn 2015 zeitgleich zu der Ausstellung „New York Paintings“ gezeigt. Ich war erstaunt über die Flachheit der New Yorker Bilder, gerade auch im Vergleich zur körperhaften Arbeit Frank Auerbachs.

Alles ist nett, ansprechend, irgendwie lustig, relativ sauber und nicht sauer.

Das teile ich nicht – und ich halte auch Matisse und Turner für in der „Sorglosigkeit“ tiefer.

 

 

 

Besser Scheitern – Fail better

Allgemein 30. April 2018

This is what I heard very often when I was in art school.

I will never forget about it. So often I came across the truth of that quote, not least because so many inspiring artists emphasize it.

I got tired and tried to reject the truth in it. I thought it was a western, capitalist statement. But I think it has a deeper meaning: it means a kind of meditation, an endless perception of how you can see things in space. And this is deeply connected to a painters practice.


 

Dies habe ich oft gehört, als ich an der Kunsthochschule war.

Ich werde es wohl nie vergessen. So oft hat  sich das Zitat als wahr herausgestellt, nicht zuletzt auch deshalb, weil so viele inspirierende Künstler das immer wieder betonen.

Ich war den Satz überdrüssig und wollte ihn nicht wahrhaben. Ich dachte es wäre ein westliches, kapitalistisches Statement. Aber ich glaube, es hat eine tiefere Bedeutung: es meint eine Art Meditation. Die endlosen Wahrnehmungen, wie man Dinge im Raum betrachten kann. Und das ist stark mit der malerischen Praxis verbunden.

Chaim Soutine

Allgemein 30. März 2018

Ich kann nicht vergessen, dass er ein Wanzennest in seinem Ohr gehabt haben soll.

Die Verbindung von Ohren und Augen…

Chaim Soutines Bilder habe sich wie ein Wurm  in meine Augen gefressen.

Passion.